Text und Bilder von Tobias Wolf
Am 17.02.26 fand an der BBS II Wolfsburg der erste Tag für Verkehrssicherheit statt. Unterstützt wurde diese besondere Schulveranstaltung von der Polizei und der Verkehrswacht, die interessierten Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern an verschiedenen Stationen Einblicke in ausgewählte Verkehrsthemen ermöglichten.
Im Fahrradsimulator konnte die Reaktionsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer getestet werden. Im Zentrum standen Fragen wie „Bremst man rechtzeitig, bevor die Straßenbahn oder der Bus den Weg kreuzt?“ oder „Achtet man auf Kinder, die ohne vorher zu schauen, die Straße überqueren wollen?“ An dieser Station gab es so manche Rekorde bei der Reaktionszeit! Die große Abwechslung an den simulierten Situationen machte den Teilnehmern viel Spaß und sorgte für Kurzweiligkeit. Herr Seiffert von der Verkehrswacht war hier einfühlsam, wenn Teilnehmenden ein Missgeschick passierte wie beim Anfahren eines Blindenhundes (samt Person). Er gab zudem Hinweise darüber, was die Situationen auszeichnete und wie man sie im Straßenverkehr frühzeitig erkennt.
Eine weitere Station war der E-Scooter-Vortrag. Hier wurden spannende Fakten rund um den Umgang mit dem E-Scooter gegeben. Sicherlich war die eine oder andere Information gänzlich neu für die Zuhörinnen und Zuhörer. E-Scooter und Kraftfahrzeuge werden zum Beispiel bei Verkehrsverstößen gleichbehandelt, d.h. auch beim Fahren auf einem E-Scooter gilt die 0,0 Promille-Grenze! Sonst gibt es dieselben Punkte in Flensburg, wie beim Fahren anderer Fahrzeuge. Herr Oertelt von der Polizei konnte hier viel von seinen Erfahrungen auf Streife erzählen, war offen für jegliche Rückfrage der Teilnehmenden und gab zahlreiche Tipps dazu, wie die Fahrt mit dem Scooter sicher und voller Freude bleibt – selbst wenn man mal in eine Kontrolle geraten sollte.
Die letzte Station befasste sich mit den Auswirkungen von Betäubungsmitteln und Alkohol auf unsere Wahrnehmung und Bewegungsfähigkeit. Mit Trunkenheitsbrillen einen Parcours zu durchlaufen ist gar nicht einfach! Mensch-ärger-dich-nicht ist kaum noch zu spielen, weil man an den Figuren vorbeigreift. Ein weiterer Reaktionstest rundete die umfangreiche Station ab. Frau Hitschfeld, Frau van der Wall und Herr Oehlmann (allesamt von der Polizei) betreuten die Station mit allen Kräften, da keine Person auf (zu große) Abwege geraten sollte und beim Reaktionstest nicht geschummelt werden sollte (bringt ja sonst keinen Lerneffekt). Der Atemalkoholtest war ein beliebtes Highlight (zum Glück waren alle Teilnehmenden bei 0,0 Promille!).
Im großen Hörsaal fand eine Unfall-Präsentation statt, die sich gänzlich um Vorfälle aus der Region WOB-HE drehte, die Menschenleben forderten. Mit Ton und Bild wurden manche Unfälle noch aufrüttelnder, als es die reinen Informationen hätten tun können. Doch die Präsentation enthielt neben den dramatischen Berichten auch umfangreiche Denkanstöße, wie die eigenen Fahrten sicher geplant und gestaltet werden können. Die jungen Polizistinnen Frau Esser und Frau Hoffmann fanden hierbei schnell den Zugang zu den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, wodurch sich z.T. ausgiebige, spannende Diskussionen entwickelten. Den Polizistinnen gelang das Einbinden der Zuhörerschaft insbesondere durch das Erzählen von eigenen Erfahrungen.
Wir sagen nochmal ein ganz großes „DANKE!“ an die unterstützenden Kräfte bei Polizei und Verkehrswacht! Die BBS II Wolfsburg freut sich, diesen Tag als Start für eine fortwährende Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit diesem Themenfeld zu sehen.