Der etwas andere Au-Pair Aufenthalt

Text und Bilder von Janne Schweigert

Besonderen Besuch erhielt die Fachoberschule Technik sowie das Berufliche Gymnasium der Jahrgangsstufe 11 kurz vor den Sommerferien: Der ehemalige Schüler Niklas Helf (Abschlussjahrgang Fachoberschule Technik 2024) kehrte an unsere Schule zurück, um von seinen Erfahrungen während seines Auslandsjahres in Neuseeland zu berichten.

Eigentlich hatte Niklas sein Jahr als klassisches Au-Pair geplant. Doch schon nach kurzer Zeit entwickelte sich sein Aufenthalt ganz anders als erwartet: Seine Gastfamilie erkannte schnell seine Fähigkeiten und bezog ihn immer stärker in den Familienalltag und die Familienunternehmen ein. Statt überwiegend Au-Pair-Aufgaben zu übernehmen, arbeitete Niklas in den Familienfirmen mit, unterstützte bei Renovierungsarbeiten am Haus und kümmerte sich um die Gartenpflege. Für seinen Einsatz erhielt er nicht nur wertvolle praktische Erfahrungen, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten zurück: gemeinsame Urlaube, zusätzliche Reisen, finanzielle Anerkennung und viele besondere Erlebnisse, die sein Jahr nachhaltig geprägt haben.

Besonders eindrucksvoll waren seine Schilderungen über den Alltag und die Unterschiede zum Leben in Deutschland. So berichtete er beispielsweise mit einem Augenzwinkern, dass er vor Ort sogar einen 12-Tonner fahren durfte – obwohl sein deutscher Führerschein bereits abgelaufen war.

Neben spannenden Geschichten teilte Niklas auch die Herausforderungen seines Auslandsaufenthalts. So erzählte er unter anderem von dem Moment, als ihm sein Auto gestohlen wurde. Der Autoschlüssel war dabei unbemerkt aus seiner Hosentasche entwendet worden.

Im Mittelpunkt seines Vortrags standen jedoch vor allem die positiven Erfahrungen: die deutliche Verbesserung seiner Englischkenntnisse, beeindruckende Landschaften, kulturelle Erlebnisse und viele persönliche Eindrücke, die ihn geprägt haben. Darüber hinaus stellte Niklas verschiedene Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt vor und gab interessierten Schülerinnen und Schülern praktische Tipps, beispielsweise zu Programmen wie Work and Travel und zur Planung eines eigenen Aufenthalts im Ausland.

Auf die abschließende Frage, ob er ein Auslandsjahr empfehlen würde und ob er selbst diesen Schritt noch einmal gehen würde, musste Niklas nicht lange überlegen. Seine Antwort war eindeutig:
„Ja, jederzeit wieder.“