Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales

Schwerpunkt Ökotrophologie

Wir vermitteln Schülerinnen und Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung. Dabei begleiten wir sie entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen zu einer berufsbezogenen, individuellen Schwerpunktbildung mit dem Ziel der Studierfähigkeit.

Der Schwerpunkt Ökotrophologie im Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales wird geprägt durch das Fach Ernährung. Es definiert sich an der Schnittstelle zwischen biochemischen, medizinischen und gesellschaftlichen Prozessen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen finden wir Wege und Instrumente, damit die Lösungsansätze der Schülerinnen und Schüler Wirklichkeit werden können.

Ernährung wird nicht nur zur Gesundheitsförderung, sondern zunehmend auch kritisch in der Abwendung von Gesundheitsgefährdung wahrgenommen. Da Verbraucherschutz aktuell stärker politisch gewichtet wird, steigt auch die Nachfrage nach Experten in Beratung und Forschung.

In der Einführungsphase (Klassenstufe 11) setzen wir besonderen Wert auf die Bildung einer starken Klassengemeinschaft. In dieser Phase legen wir die Grundsteine für eine einheitliche Allgemeinbildung und schaffen eine gemeinsame fachliche Grundlage für die Qualifikationsphase (Klassenstufen 12 und 13).

In der Qualifikationsphase erlangen die Schülerinnen und Schüler durch fächerübergreifende und projektorientierte Arbeiten berufsbezogene Kompetenzen. Gestärkt wird dieses durch verschiedene Kooperationsvorhaben in Wirtschaft und Forschung. Hierdurch erwerben die Schülerinnen und Schüler im wissenschaftlichen Kontext betriebliche Erfahrungen und Kenntnisse, die sie in eine andere Form der Erkenntnis, Erklärung bzw. Meinung transformieren können.

Grundsätzlich arbeiteten wir nach den Grundsätzen der Handlungskompetenz. Sie ist die Bereitschaft und Fähigkeit, auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens Aufgaben und Probleme zielorientiert, sachgerecht, methodengeleitet und selbstständig zu lösen und das Ergebnis zu beurteilen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht nur auf dem Erwerb von Fachkompetenzen, sondern auch auf der Aneignung von Kompetenzen zur Entwicklung von systematischen und selbstständigen Lösungsansätzen.

Der Interessenkonflikt zwischen Verbrauchern und Lebensmittelproduzenten ist ein Beispiel für die Notwendigkeit zur Entwicklung von fachübergreifenden Problemlösungsstrategien. Sowohl ernährungswissenschaftliche als auch betriebs- und volkswirtschaftliche Gesichtspunkte müssen wertfrei diskutiert werden und mögliche Konsenslösungen gefunden werden.

Das Fach Informationsverarbeitung vermittelt das notwendige Wissen zur Computernutzung und die Nutzung der erforderlichen Software. Zur berufsbezogenen Profilierung ist es in die Schwerpunktfächer integriert. Wir sind der Überzeugung, dass diese Fähigkeiten den Schlüssel zur Erlangung einer beruflichen Handlungskompetenz und Studierfähigkeit darstellen.

Stundentafel

UNTERRICHTSFACH ANZAHL WOCHENSTUNDEN
Klasse 11 Klasse 12 Klasse 13
Kernfächer
Deutsch 3 5 5
Englisch 3 3 3
Mathematik 3 3 3
Spanisch * 4 4 4
Ergänzungsfächer
Geschichte (nur ein Halbjahr) 2 2
Politik (nur ein Halbjahr) 2
Religion/Werte und Normen 2 2
Biologie 2 5 5
Sport 2 2 2
Profilfächer
Ernährung 4 4 4
Praxis 2 2 2
Betriebs- und Volkswirtschaft 3 3 3
Informationsverarbeitung 3 3 3
Gesamtstunden 33 38 34

 

* Pflicht zur Teilnahme an einer neu beginnenden 2. Fremdsprache, wenn keine 2. Fremdsprache im Sek I-Bereich ab der 6. Klasse durchgehend belegt wurde.

Prüfungsfachkombinationen

Die Abiturprüfung ist in fünf Prüfungsfächern (P1 – P5) abzulegen. Die Prüfungsfächer P1 bis P4 werden schriftlich und das Prüfungsfach P5 wird mündlich geprüft.

KÜRZEL

ANFORDERUNGEN

FACH

P1

erhöht

Ernährung

P2

erhöht

Biologie

P3

erhöht

Deutsch

P4

grundlegend

Betriebs- und Volkswirtschaft / Mathematik / Englisch

P5

grundlegend

Siehe P4 und zusätzlich Spanisch

Aufnahmevoraussetzungen

Aufgenommen werden kann:

  • wer die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erworben hat (Erweiterter Sekundarabschluss I). Dieser kann an allen Schulformen des Sekundarbereichs I sowie durch den erfolgreichen Besuch bestimmter Schulformen der berufsbildenden Schulen erworben worden sein.
  • wer einen anderen gleichwertigen Bildungsstand nachweist. Hinweis: Ein Wechsel aus der Qualifikationsphase eines allgemein bildenden Gymnasiums in das Berufliche Gymnasium ist nicht möglich!
  • Ohne Besuch der Einführungsphase kann in die Qualifikationsphase des Beruflichen Gymnasiums aufgenommen werden, wer in einer berufsbildenden Schule der gleichen Fachrichtung die Fachhochschulreife erworben und im Sekundarbereich I ab dem 6. Schuljahrgang durchgehend eine zweite Fremdsprache erlernt hat.
  • wer nach dem Besuch einer ausländischen Schule in das Berufliche Gymnasium eintritt, kann seine Fremdsprachenkenntnisse in einer abweichenden Weise nachweisen.

Einzureichen sind:

  • Anmeldeformular
  • tabellarischer Lebenslauf
  • beglaubigte Kopien der letzten drei Zeugnisse
  • beglaubigte Kopie des Entlassungszeugnisses (sobald das Zeugnis vorliegt)